brille online kaufen

Gleitsichtbrille online kaufen?

Egal ob man seine Gleitsichtbrille online oder offline kauft, man sollte die richtigen Fragen stellen. Welcher Hersteller liefert die Gläser? Wie hoch ist der Berechnungsindex? Welches Fertigungsverfahren und welche Sehbereichsgröße resultiert daraus?
Man sollte Fakten schaffen damit man in der Lage ist, die verschiedenen Gleitsichtgläser zu vergleichen und sich nicht mit unbestimmten Begriffen wie Basic, Standard oder Premium zufrieden geben. Denn ein schwarzes Schaf kann man sowohl online und offline beim Optiker vor Ort treffen. Wichtig ist, dass man dies rechtzeitig erkennt.

 

Wenn man weiß welches Gleitsichtglas man konkret erwerben will, kann man recherchieren und vergleichen was das Gleitsichtglas online oder offline kosten wird. Zur Angebotsanalyse und dem Thema Gleitsichtbrille vergleichen.

Zur Ausgangsfrage kann man eine Gleitsichtbrille online kaufen? Als Kunde der sich informieren will steht man mit dieser Frage zwischen den Fronten. Da gibt es die Onlineoptiker, für die alles kein Problem ist und die stationären Optiker, die oft behaupten eine Gleitsichtbrille online zu kaufen wäre immer die falsche Entscheidung.
Die Wahrheit liegt sicher wie so oft irgendwo dazwischen. Ich behaupte man kann online und offline glücklich werden.
Also genau hin schauen wer behauptet, dass dies und jenes nicht möglich sein soll und aus welchem Motiv heraus er dies tun könnte.

Online-Optiker vs. offline Optiker
Oft findet man im Internet Mythen zu Online-Optikern. Ähnliches konnte man zu Beginn des Internetzeitalters allerdings auch über online erworbene Autoreifen, Elektronik usw. finden. Mittlerweile ist es allerdings ganz normal, sich die Reifen oder das Handy aus dem Netz zu bestellen. Ich glaube, dies wird auch für Gleitsichtbrillen immer normaler werden.

Hier einige Stilblüten:
1.Schwierigkeiten beim Versand.
Was soll denn beim Versand schief laufen? Sollte tatsächlich etwas schief laufen, haftet in der Regel der Händler. Schließlich bestellt auch der stationäre Optiker die Gleitsichtbrille oft erst und lässt sich diese dann liefern.

2. Schwierigkeiten bei der Reklamation.
Oft bieten Onlinehändler sogar eine 100-tägige Rückgabegarantie. Fragen Sie mal Ihren Händler vor Ort, ob er die Gläser nach 100 Tagen zurück nimmt wenn Ihnen die Gleitsichtbrille doch nicht mehr zusagt.Gleitsichtbrillen Stilblüten

3. Ein Online-Sehtest ersetzt keinen Augenoptiker.
Korrekt! Dafür gibt es aber Augenärzte.

4. Online Optiker müssen keine Raumkosten zahlen und sparen auch am Fachpersonal.
Genauso gut könnte man behaupten, ein Optiker in der Fußgängerzone hat hohe Raumkosten und müsse deshalb am Fachpersonal sparen. Des Weiteren sind viele Online-Optiker gleichzeitig auch stationäre Optiker mit Ladengeschäft und dazu Optikermeister-Betriebe.

5. Allgemein wird gerne behauptet, man hätte beim Onlinekauf keinen Service.
Dieses kann ich nicht bestätigen. Auch bei einem Online-Optiker kann man Fragen per Email oder Telefon stellen und bekommt oft schnell eine qualifizierte Antwort. Im Fall einer Email hat man sogar etwas Schriftliches.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass der Online-Optiker oft die besseren Preise für das selbe Produkt hat. Zusätzlich bieten die Online Optiker oft eine eine erweiterte Garantie, z.B 100-tägige Rückgabe. Dafür muss man sich die Brille aber auch selbst anpassen (was bei meinen Brillen aber immer möglich war) oder einen Optiker vor Ort finden, der dieses gegen Bezahlung übernimmt.

Ein Optiker vor Ort kann auch die Augen vermessen allerdings kann dies auch ein Augenarzt.
Der große Vorteil des Optikers vor Ort besteht darin, dass dieser die Gleitsichtbrille anpassen kann.

Was den Beratungsservice angeht, so würde ich sagen egal ob online oder offline Optiker, bei beiden kann man gut und schlecht beraten werden. Außerdem sollte man sich so oder so online wie offline noch selbst beim Hersteller über die verwendenden Gleitsichtgläser informieren.

Fair bleiben und keinen Beratunsgsdiebstahl begehen
Wie man sich auch entscheidet, man sollte fair bleiben. Sich in einem Optikerladen vor Ort beraten lassen und dann online kaufen, ist unnötig und ärgert die stationären Händler zu Recht.
Möchte man eine Gleitsichtbrille online erwerben kann man vorher zum Augenarzt gehen und sich dort das Brillenrezept besorgen. Anschließend ist es auch möglich unter Vorlage des Brillenrezepts sich beim Onlineoptiker beraten zu lassen.

FAZIT
Spielt das Budget keine Rolle ist der Weg zum örtlichen Optiker sicher der Komfortabelste zur neuen Gleitsichtbrille. Dann kann man sich oft auch den gesonderten Weg zum Augenarzt sparen.
Mir ist aufgefallen, dass die Preise beim stationären Optiker oft teurer waren als bei der online Konkurrenz. Nicht jeder kann sich eine Gleitsichtbrille für 1000€+ erlauben und sei die Beratung noch so gut. Besonders dann nicht, wenn man eine vergleichbare Brille für oft weniger als die Hälfte auch online kaufen kann.
Beim offline Optiker sollten man meiner Meinung nach daher über den Preis verhandeln, oft kann man einen deutlichen Nachlass bekommen.

Mein persönliches Fazit bei einem begrenzten Budget: Der Vorteil des Optikers vor Ort lässt sich durch Komfortverzicht nahezu amortisieren. Im wesentlichen schmilzt er darauf zusammen, dass man sich beim örtlichen Optiker die Gleitsichtbrille anpassen lassen kann. Lieber eine Gleitsichtbrille mit Premium-Sehbereich und -Glas, und dafür bei der Anpassung selbst Hand anlegen, als eine vom Profi angepasste Basic-Gleitsichtbrille zum selben Preis.
Dazu muss gesagt werden, ich bin nur Kunde, kein Optiker. Ich kann nur von mir und meinen Erfahrungen berichten.
Letztlich muss jeder, je nach Budget, seinen subjektiven Fähigkeiten und den individuellen Sehwerten, selbst entscheiden ob er seine Gleitsichtbrille online oder vor Ort kauft.

Artikel im Netz:

Zum wachsenden Online-Brillenmarkt:
Manager Magazin: Wie Brille24 und Mister Spex den Brillenhandel aufwühlen
Die Welt: Ein Berliner Onlinehändler ist Fielmanns Albtraum

Über Schwierigkeiten beim online Gleitsichtbrillenkauf:
Die Welt: Per Mausklick zur Brille – was dabei zu beachten ist

Gleitsichtbrillen vergleichen ist nicht immer einfach

Gleitsichtbrillen vergleichen oder welcome to the Jungle

Ein Vergleich von Gleitsichtbrillen ist gar nicht so einfach! Das Dilemma, man kann nicht einfach verschiedene Gleitsichtbrillen in seiner Sehstärke aufsetzen und sich dann für das beste Preisleistungsverhältnis entscheiden. Schlicht deshalb, weil kein Optiker so viele Gleitsichtbrillen mit den eigenen Werten vorrätig hat.

Gerade deshalb ist man darauf angewiesen im Vorfeld ein gutes Angebot zu finden, um eine möglichst gute Gleitsichtbrille zum angemessenen Preis zu erwerben.
Spätestens nachdem man sich verschiedene Angebote beim örtlichen Optiker und Online-Optiker einholt wird klar, dass die Preisspanne enorm ist. Zwischen ca. 150 € und 1500 € scheint alles möglich zu sein.
Jetzt wird man sich fragen was man für den mitunter horrenden Betrag bekommt und wie man die Preise vergleichen kann.
Das Bundeskartellamt hat gegen viele Hersteller im Jahr 2010 Geldbußen wegen Preisabsprachen verhängt. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich ein genauer Blick auf Preis und Hersteller lohnt.

Als Nicht-Augenoptiker und Laie ist es schwer die Angebote zu vergleichen und zu beurteilen. Es scheint, als hätte jeder Optiker bzw. Hersteller seine eigenen Standards und Tarife. Dennoch gibt es ein paar Vergleichskriterien anhand derer auch ein Laie sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote im Wettbewerb verschaffen kann.

Der Sehbereich der Gleitsichtbrille
Die Größe des Sehbereichs ist wohl das wichtigste Kriterium beim Tragekomfort.
Je nach Fertigungsverfahren kann der Sehbereich des Gleitsichtglases größer oder kleiner ausfallen.

Sehbereiche einer Gleitsichtbrille

Undbestimmte Definitionen machen es einem nicht leicht.

Eine grobe Einteilung erfolgt oft in drei Preisklassen wie z.B. Einsteiger, Standard, Premium.

Problematisch ist aber, dass es sich dabei um unbestimmte Begriffe handelt. Was bei einem Optiker/Hersteller schon Premium ist, kann bei einem anderen nur Einsteiger sein und umgekehrt.
Man sollte sich daher nicht auf diese schwammigen Begriffe einlassen, diese können allenfalls ein Anhaltspunkt sein.

Der Hersteller der Gleitsichtgläser
Besser fragt man nach dem Hersteller des Gleitsichtglases und auch der konkreten Produktlinie die verwendet wird. Beim Hersteller kann man sich dann informieren, wie groß der Sehbereich des verwendeten Glases ist. Oft gibt es bei namhaften Herstellern dazu auch Grafiken.

Anhand des Sortiments des Herstellers sieht man wie „premium“ der angebotene Sehbereich innerhalb des Sortiments des Herstellers wirklich ist. Mitunter können Preise auch bei Mitbewerbern verglichen werden wenn der Hersteller bekannt ist.
Der Hersteller des Gleitsichtglases ist für mich daher das wichtigste Vergleichskriterium. Mit anderen Worten: kenne ich den Hersteller, kaufe ich nicht mehr die Katze im Sack.

Der Brechungsindex des Gleitsichtglases
Je höher der Brechungsindex, um so dünner und damit leichter das Glas.
Oft lässt sich der Brechungsindex mit den verschiedenen Gleitsichtgläsern je nach Bedarf wählen.
Bei höherem Brechungsindex steigt natürlich auch der Preis.
Vor allem bei hohen Werten macht sich der Brechungsindex bemerkbar, während bei niedrigen Dioptrinzahlen die Ersparnis oft marginal ist.
Tipp: Den Optiker fragen, wie viel Gramm/Glasstärke bei höherem Brechungsindex eingespart werden kann.

Die Veredelungen des Gleitsichtglases
Bei einigen Optikern werden horrende Aufpreise für jede einzelne Veredelung abgerufen, bei anderen sind diese Veredelungen alle inklusive.
Gleitsichtglasveredelungen sind meiner Meinung nach jedoch zunächst für den Vergleich zu vernachlässigen. Ein hochwertiges Gleitsichtglas hat wichtige Veredelungen regelmäßig bereits inkludiert. Standard sollte Entspiegelung, UV-Schutz und eine Hartschichtversiegelung sein. Eine Tönung hingegen wird wohl immer extra kosten.

Fazit
Zusammengefasst würde ich immer wieder in folgender Reihenfolge vorgehen:
1. Den Hersteller und die genau Produktlinie des Gleitsichtglases erfragen und über die Größe des Sehbereichs beim Hersteller informieren.
2. Anhand der Daten aus dem Brillenrezept bestimmen, welcher Brechungsindex Sinn macht.
3. Je nach Budget den größten Sehbereich wählen.
4. Die Veredelungen des Glases checken.

Natürlich ist diese Vorgehensweise nur eine grobe Hilfestellung und je nach persönlichem Brillenrezept und Geldbeutel kann ein anderes Vorgehen angemessen sein.




Artikel im Netz:

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